Zuerst den Core installieren: Das offizielle MEGA65 User's Guide beschreibt in Kapitel 5, wie eine
.cor-Datei mit MEGAFLASH in einen Core-Slot geschrieben wird. Verwende einen freien Slot und überschreibe nicht den werkseitigen Core in Slot 0.
Einen alternativen Core starten: Schalte den MEGA65 aus, halte
NO SCROLLgedrückt und schalte ihn wieder ein. Sobald die Core-Auswahl erscheint, lasse die Taste los und drücke die Nummer des Slots mit dem Nascom-2-Core – ohneCTRL.CTRLzusammen mit einer Slotnummer öffnet stattdessen den Editor zum Flashen.
Nach dem Start erscheint NAS-SYS 3. Die Maschine ist sofort benutzbar.
Basics
Zeige den Speicher ab Adresse $1000 mit T1000 an. Mit M1000 wechselst du in den Änderungsmodus; gib beispielsweise 23, 42, FF und danach . ein. Ein weiteres T1000 kontrolliert das Ergebnis.
Ein Programm von SD-Karte laden
- Lege eine NAS- oder CAS-Datei im Verzeichnis
/NASCOM2der SD-Karte ab. - Öffne mit
F11den Dateibrowser, wähle die Datei und bestätige mitEnter. - Merke dir die angezeigte Startadresse, schließe den Browser mit
F11und starte das Programm, beispielsweise mitE1000.
Microsoft BASIC startest du nach einem Reset mit J. Bestätige die Frage nach der Speichergröße mit Enter. MONITOR bringt dich zurück zu NAS-SYS.
Wichtige Funktionstasten
| Taste | Funktion |
|---|---|
F1 |
Tastaturzuordnung |
F3 |
NAS-SYS-3-Kommandos |
F5 |
Hardwaremonitor, RAM-Editor und Einzelschritt |
F7 |
CP/M- und FDD-Diagnose |
F9 |
Speicherbereich als NAS-Datei sichern |
F11 |
Dateien laden und Diskettenabbilder einbinden |
F13 |
Konfiguration und Reset |
FDD und NAS-DOS
Öffne mit zweimal F13 die zweite Konfigurationsseite und aktiviere FDD / NAS-DOS. Dadurch wird NAS-DOS bei $D000–$DFFF eingeblendet. Im Dateibrowser bindet Enter ein 640-KiB-DSK-Abbild als logische Laufwerke 0/1 ein, Shift+Enter als 2/3. Erkannte Abbilder werden als [CP/M] oder [NASSYS] markiert.
Aktiviere das ROM in NAS-SYS mit E D000. Danach zeigt ]D das Verzeichnis der ersten Diskettenseite, ]D1 bis ]D3 wählen die übrigen logischen Laufwerke. ]E:NAME: lädt und startet ein Programm. Alle NAS-DOS-Diskettenbefehle beginnen mit ].
CP/M 2.2
Aktiviere auf der zweiten F13-Seite CP/M-MODUS. FDD und die benötigten RAM-Bereiche werden automatisch eingeschaltet. Binde CPM22.DSK im F11-Browser als Laufwerke 0/1 ein und führe einen Reset aus. Am Prompt A> sind DIR und STAT gute erste Tests.
Die Systemdiskette enthält unter anderem FORMAT, SYSGEN, DISKCOPY, TIME, AVCTEST, AVCDIAG, AVCDEMO, KERMIT, Assembler, Debugger und den Editor TE. CPMNET.DSK ergänzt PING.COM, TELNET.COM und FTP.COM für die Ethernet-Schnittstelle.
Sound
Version 1.9 enthält einen AY-3-8910-kompatiblen Klangerzeuger mit drei Tonkanälen, Rauschen und Hüllkurve. Die Ausgabe erfolgt mit 48 kHz und 16 Bit gleichzeitig über HDMI und die 3,5-mm-Buchse; VGA überträgt keinen Ton.
Starte BASIC mit J und teste Kanal A:
10 REM AY CHANNEL A - ABOUT 1 KHZ
20 OUT 8,0:OUT 9,125
30 OUT 8,1:OUT 9,0
40 OUT 8,7:OUT 9,62
50 OUT 8,8:OUT 9,15
Nach RUN bleibt der Ton aktiv, weil die AY-Register ihren Inhalt behalten. Stoppe ihn mit OUT 8,8:OUT 9,0. Port 8 wählt ein AY-Register, Port 9 liest oder schreibt dessen Wert.
Joysticks
Die beiden digitalen MEGA65-Joystickbuchsen liegen an den AY-I/O-Registern 14 und 15. Unterstützt werden Hoch, Runter, Links, Rechts und Feuer; alle Signale sind aktiv-low. Lade JOYTEST.NAS, starte es mit E 1000 und prüfe beide Buchsen live. Analoge Paddle-Eingänge werden derzeit nicht bereitgestellt.
AVC-Grafik
Aktiviere AVC auf der zweiten F13-Seite. Die emulierte Lucas Logic AVC Model B bietet 392 × 256 Pixel in acht Farben oder 784 × 256 Pixel monochrom. Mit CP/M wird sie automatisch als 96 × 24-Zeichen-Terminal verwendet. AVCTEST, AVCDEMO und AVCDIAG auf CPM22.DSK demonstrieren und testen die Grafik.
Für die originale BASIC-Erweiterung G48.NAS muss CP/M aus sein; schalte auf der zweiten Konfigurationsseite die Bereiche $B000–$B7FF, $B800–$BFFF und $C000–$CFFF auf RAM.
Echtzeituhr
Lade RTC.NAS und starte es mit E 1000. Der Core verwendet die interne RTC oder automatisch eine gültige externe DS3231 am Grove-Anschluss. Ist beides vorhanden, hat die externe Uhr Vorrang; eine manuelle Auswahl ist nicht nötig.
Netzwerk
Ethernet ist auf R3/R3A und R6 verfügbar und zunächst deaktiviert. Drücke F13 dreimal, aktiviere auf NETWORK 3/3 das Netzwerk und wähle eine statische IPv4-Konfiguration oder DHCP. Die Seite zeigt auch den aktuellen Link-Status.
Die mitgelieferten Programme starten aus NAS-SYS mit PING.NAS bei E 6000, TELNET.NAS bei E 3000, FTP.NAS bei E 5000 und CONTROL.NAS bei E 4000. Unterstützt werden ARP, Ping, DNS und ausgehende TCP-Verbindungen; IPv6, TLS und aktives FTP gehören noch nicht zum Umfang.